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Vorteile der Automatisierung von Test- und Releaseprozessen nutzen: Tipps für einen erfolgreichen Start

Die Automatisierung von Test- und Releaseprozessen verspricht erhebliche Effizienzvorteile in der Produktentwicklung. In diesem Artikel haben wir die wichtigsten Argumente und nützliche Tipps für einen gelungenen Einstieg in dieses Thema kompakt zusammengefasst.

von Tobias Nestler, Lesezeit: 3 Min.
Bild von einem Notebook aktiver IDE, Sourcecode und einer verschwommenen Person im Hintergrund

Die Notwendigkeit der Automatisierung

Das Bereitstellen neuer Produktversionen darf keine Schmerzen oder Bedenken bei Kunden, beim Service oder bei Entwicklern verursachen. Fehler, die von Kunden entdeckt werden oder Updates, die nicht wie erwartet funktionieren, schaden dem Produkt nachhaltig und sollten auf jeden Fall verhindert werden. Die Werkzeuge dafür existieren, sind oft kostenfrei und müssen einfach nur eingesetzt werden.

Die Automatisierung von Release-Prozessen und Qualitätssicherung ist daher eine Investition, die sich über die Lebenszeit eines Produktes amortisiert. Eure Entwicklungsteams sollten sich daher frühzeitig mit den entsprechenden Methoden und Werkzeugen vertraut machen.

Vorteile der Automatisierung

Mit einer umfassenden Automatisierung verbessert sich die Effizienz eurer Entwicklungsprozesse nachhaltig. Ihr beseitigt unnötige, manuelle Aufwände im Test und der Auslieferung entwickelter Funktionen. So reduziert ihr typische Fehlerquellen und vermeidet repetitive Routinearbeiten für Euer Team.

Auch bilden kurze und häufige Release-Zyklen eine wesentliche Grundlage für agiles Arbeiten in Eurem Unternehmen. Ein kontinuierliche Integration der implementierten Artefakte fördert den Austausch und damit die Zusammenarbeit Eurer Entwicklerteams. 

Die einmal etablierte Automatisierung erlaubt es jedem aus Eurem Team die Software zu deployen, ohne Angst zu haben. Damit reduziert ihr das recht verbreitete Bottleneck, dass nur bestimmte Leute releasen dürfen. 

Eine gut ausgebaute Testautomatisierung erlaubt es darüber hinaus auch neuen Kollegen in Eurem Team Änderungen durchzuführen, ohne Angst zu haben, dass sie etwas kaputt machen. Auch wird es auf dieser Grundlage Euren Teams künftig wesentlich leichter fallen, neue Technologien einzuführen. 

Die im Rahmen der Automatisierung erstellte Test- und Release-Pipeline bildet eine Art “Living Documentation" Eures Systems: Wie wird ein Projekt gebaut, welche Konfigurationsvariablen werden gebraucht und wie werden Tests ausgeführt? Sie gibt allen beteiligten Stakeholder die Transparenz über den Fortschritt, den Zustand des Systems, verfügbare Versionen und trägt damit zum Gedanken eines “Self-Service” bei.

Kurzum: Je früher Euer Entwicklungsteam mit dem Aufbau entsprechender Infrastrukturen und Werkzeuge beginnt, desto mehr lohnt sich der nötige Aufwand.

Doch wie könnt ihr am besten starten?

Erste Schritte hin zu mehr Automatisierung

Habt ihr die Relevanz für Euer Softwareprodukt erkannt und wollt mit Eurem Team starten, so empfehlen wir Euch folgende Maßnahmen durchzuführen:

  • Analysiert, welche manuellen Schritte bei Produkt-Releases notwendig sind und ob diese automatisiert werden können. 
  • Definiert die SOLL-Prozesse für die Abnahme und Auslieferung Eurer Software. Was, wie und wie oft releasen wir wohin und für wen? Was ist Teil des Releases? Welche Arten von Releases haben wir? Welche Kommunikation ist notwendig? Wer muss wann und wo die Genehmigung erteilen?
  • Definiert vorab Euer Test- und Stagingkonzept. Welche Umgebungen gibt es? Was soll und kann auf welcher Umgebung getestet werden? Welche Testarten gibt es?
  • Achtet bei der Umsetzung aller SOLL-Prozessen darauf, dass die verwendeten Tools die Artefakte und Prozessschritte automatisch erstellt bzw. ausgeführt werden können
  • Investiert in Testautomatisierung und Know-how über die entsprechenden Werkzeuge, z. B. Unit-Test-Frameworks, Docker. Versucht nicht alles auf einmal zu testen und beginnt mit den Core Funktionalitäten (schon das hat einen großen Mehrwert).
  • Automatisiert die Bereitstellung von Softwareversionen (Build- und Deployment Pipelines), z. B. mit Jenkins, GitLab, GitHub Actions, Ansible, GitOps o. ä. Tools. Versucht nicht zu viel Tooling auf einmal einzuführen (Bash Scripte, die in einer Pipeline ausgeführt werden, reichen für den ersten Schritt auch)
  • Sorgt dafür, dass Artefakte nur einmal gebaut und anschließend die gesamte Pipeline unverändert durchlaufen („Build once, deploy everywhere“).
  • Automatisiert die Anfertigung von Release-Informationen und Dokumentation. Deployment Scripts, die automatisiert ausgeführt werden, dienen bspw. sehr gut der Dokumentation (Infrastructure as Code). 
  • Achtet darauf, Praktiken wie Pipeline-as-Code zu nutzen, um auch Eure Pipelines zu versionieren.
  • Etabliert eine „DevOps“ Kultur im Unternehmen, welche Entwicklung und Betrieb der Software als gemeinsame Verantwortung begreift.

Fazit

Setzt ihr diese Schritte kontinuierlich um, so seid ihr auf einem guten Weg. Die Einführung geeigneter Werkzeuge und Mechanismen wird Eure Produktqualität erhöhen, gebundene Ressourcen freisetzen und spürbar Test- und Release-Zeiten verkürzen. 

Kürzere Test- und Release-Zeiten bilden eine wesentliche Grundlage für ein schnelles Time-2-Market Eurer Produktfeatures. Neben der Reduktion manueller Aufgaben etabliert ihr damit schnelle Feedback-Zyklen bereits während der Entwicklung (bspw. für Eure Entwickler oder POs) und verkürzt damit die Gesamtentwicklungszeit von der Planung bis zur Auslieferung eines Features.

Wie geht es weiter?

Ein rechtzeitiger Einstieg in die Automatisierung lohnt sich. Wir helfen Euch, den Übergang erfolgreich zu meistern. Wie genau dies gelingt, besprechen wir am besten gemeinsam. In einem Erstgespräch schauen wir uns Eure Situation im Detail an und entscheiden gemeinsam über die nächsten Schritte.

Was kannst Du nun tun?

Sprich mit einem Experten.

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Zuletzt bearbeitet am 04.06.2024

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