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api.devboost.com – Warum DevBoost eine öffentliche API hat

04.02.2021

Wir alle kennen Marc Andreessens berühmte Aussage “software is eating the world”. Und wir wissen auch, dass Schnittstellen, d. h. APIs, diesen Prozess maßgeblich beschleunigen. Kaum ein bekanntes, erfolgreiches Softwareunternehmen liefert heute Produkte aus, die nicht über (öffentliche) Schnittstellen erweitert oder mit anderen Systemen integriert werden können. Google, Amazon, Microsoft, Apple – alle diese Firmen haben Produkte, die man über APIs nutzen oder erwerben kann. Eine virtuelle Maschine per API Request zu initialisieren ist heute gängige Praxis.

Bei DevBoost gehen wir einen Schritt weiter. Wir haben – hauptsächlich als Spaßprojekt – eine API entwickelt, mit der man direkt mit uns als Firma interagieren kann. Eine API, mit der man zwar (noch) keine Produkte bei uns kaufen kann, aber dafür beispielsweise seine Bewerbung einreichen darf. Warum wir so etwas tun und welcher tiefere Gedanke dahintersteckt, möchten wir in diesem Blog-Beitrag kurz beschreiben.

Ein Team, Ein Tag, Ein Spaßprojekt

Wer bei DevBoost arbeitet, will gerne neue Dinge lernen und ausprobieren. Dazu zählen neue Technologien, Frameworks oder auch Programmiersprachen. Das Lernen von Neuem geht oft einher mit unseren Kundenprojekten, aber nicht immer. Für manche Technologien oder Ideen ist einfach kein Platz im Projekt. Dafür gibt es bei uns sogenannte Fun Fridays, bei denen kleine Teams – typischerweise 3 bis 4 Mitarbeiter – an einer Idee ihrer Wahl arbeiten dürfen. Ein Ergebnis muss dabei nicht entstehen. Die einzige Anforderung ist, dass jedes Team kurz den anderen Mitarbeitern vorstellt, was es getan hat.

In genau so einem Kontext kam die Idee für eine „Company API“ auf. Unser Fun Friday Team 2 – bestehend aus Anne, Christian, Jakob und Max – hat einfach mal darüber nachgedacht, wie so eine API aussehen kann. Welche Informationen könnten wir nach außen geben? Welche Information könnten externe Parteien an uns über eine solche API senden?

Die ersten Ideen waren schnell gefunden. Wir könnten unsere Key Performance Indicators (KPIs) veröffentlichen, d. h. die Anzahl der konsumierten Kaffees und die Anzahl unserer Source Code Commits – das Wichtigste eben. Neben diesen absolut basalen Zahlen, die jede Softwarefirma über sich veröffentlich sollte, kam dann die Idee auf, eine API für potentielle Bewerber zu erstellen. Wie wäre es denn, wenn wir Bewerbungen nicht mehr nur per E-Mail, sondern eben auch per HTTP Request entgegennehmen würden?

Fun Friday Team 2

Bewerbung per HTTP Request – muss das sein?

Natürlich nicht. Es muss nicht sein, aber wo bleibt denn dann der Spaß? Sicher würden nur wirkliche „Programmierfreaks“ oder „Vollblutnerds“ tatsächlich ihre Bewerbung auf diesem Weg einreichen, aber das sind ja genau die Kandidaten, die wir suchen. Wir brauchen Mitarbeiter, die technisch fit sind, aber sich auch für neue Ideen begeistern können. Nun ja – genau dazu passt diese Idee hervorragend.

Gesagt, getan. In ein paar Stunden hat das Fun Friday Team dann die API umgesetzt und öffentlich ins Netz gestellt. So wurde aus einer – zugegebenermaßen – verrückten Idee Realität. Die Welt kann nun unter https://api.devboost.com mit uns per HTTP REST API kommunizieren. Und eine Beschreibung der API ist unter der gleichen URL zu finden.

Aktuell ist die Schnittstelle noch sehr schmal und bietet nur wenige Funktionen. Mehr ist nach ein paar Stunden „Spaßprogrammieren“ auch nicht zu erwarten. Zukünftig wird es hier aber sicher immer wieder Neues zu entdecken geben. Beispielsweise soll die API demnächst um häufig gestellte Fragen (FAQs) für Bewerber erweitert werden.

Bewerbungen und FAQs sind witzig, aber wie geht es weiter?

Wenn man genauer darüber nachdenkt, lässt sich die Idee von APIs zur Interaktion mit Firmen sehr viel weiterspinnen. Beispielsweise könnten Abrechnungsdaten mit Kunden ausgetauscht werden (Rechnungen, Stundenzettel etc.) oder sogar Projektanfragen per API entgegengenommen werden.

Man könnte Dienstleistungen, die man benötigt (z. B. Reinigungsdienste, Getränkelieferungen, Bürobedarf) publik machen. Statt dem Getränkelieferanten zu melden, dass die Mate oder das Wasser ausgeht, könnte dieser einfach den aktuellen Bestand abfragen und automatisch auffüllen, was fehlt.

Prinzipiell sind alle Dinge, die sich wiederholen und einem gewissen Muster entsprechen, d. h. standardisierbar sind, Kandidaten für APIs. Und genau hier liegt auch der Knackpunkt: Ohne offene Standards für diese APIs, kann diese Idee nur begrenzt Verbreitung finden. Wir haben die Technologien und Frameworks, um solche Standards zu definieren – wir müssen es nur tun.

Wir sind gespannt, ob und wie sich diese Idee weiterentwickelt. Wir haben mit unserer eigenen „Company API“ ein kleines Stück Erde geschaffen, auf dem sie wachsen kann, und vielleicht tragen diese Zeilen die Idee ja über unser kleines Unternehmen hinaus. Es wird auf jeden Fall interessant. Wir freuen uns schon auf die erste Bewerbung, welche uns über die API erreicht!

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